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Passend zu Weihachten tauschen wir uns diesmal ein bisschen über beliebte – bekannte – altbewährte Weihnachtsfilme aus.

PD: Weihnachten war für mich als Kind immer die Zeit, in der ich die tollen Weihnachtsepisoden diverser Serien zu Gesicht bekam. Ein Verhalten, welches ich heute noch beibehalten habe.

YP: Daran habe ich auch gerade gedacht. Ich habe die Simpsons-Weihnachtsepisoden geliebt. Als Teenager spielten dann die alten Schinken und Klassiker im Nachtprogramm eine Rolle, die auf anspruchsvollen TV-Sendern liefen. Aber bestimmte Weihnachtsfilme, bzw. Filme, die ich zu Weihnachten immer gesehen habe, gibt es so nicht wirklich.

Doch. Eventuell „Christmas Vacation“.

PD: Die allererste Episode der „Simpsons“ ist ja eine Weihnachtsfolge und die sehe ich mir immer wieder gerne an. Ebenso Weihnachten mit Al Bundy oder „A Charlie Brown Christmas“.

Spezielle Filme habe ich allerdings auch immer im Blickfeld. Zum Beispiel Tim Burtons „A Nightmare Before Christmas“ oder auch „Christmas Vacation“ mit Chevy Chase. Wohl der einzige Film mit ihm, den ich mir immer wieder gerne ansehe.

YP: Ich mochte auch die „Will & Grace“ und „Nanny“-Folgen.

PD: An die kann ich mich gar nicht so genau erinnern.

YP: Dann gibt es da noch den ultimativen Weihnachtsfilm „Love Actually“, den ich nach Veröffentlichung (2003) im Kino gesehen habe. Der ist doch zuckersüß, auch wenn ich ihn jetzt längere Zeit nicht mehr brauche.

PD: An den musste ich auch gerade denken. Jedes Jahr gibt es dann auch die entsprechenden Artikel in britischen Medien, wie sehr sie diesen Film hassen. Mir passt er aber genau in die Weihnachtszeit hinein. So unschuldig und süß, auch wenn er in der Episode mit Emma Thompson und Alan Rickman auch etwas traurigere Themen anstimmt.

Gehasst habe ich jedoch immer „It’s a Wonderful Life“ mit James Stewart. Da ist mir die Parodie bei „Married…with Children“ deutlich näher.

YP: „Love Actually“ ist wie Weihnachten. Unnötig und kitschig und jede/r lässt es über sich ergehen.

PD: Dennoch lässt man sich davon einfangen. Entsprechend froh ist man, wenn der ganze Trubel wieder vorüber ist.

YP: Kennst du diesen Honest Trailer? Immer wieder witzig und ein bisschen böse.

PD: Er trifft ein paar ganz gute Punkte und mindert dennoch in keinster Weise die Wirkung und Qualität des Films.

Andererseits wurde ich daran erinnert, dass mir die „Mr. Bean“-Weihnachtsepisode auch immer gut gefallen hat. Zudem sind „Bad Santa“ sowie „Die Hard“ hervorragende Beispiele für nicht zu süßliche Feiertagsfilme.

YP: „Die Hard“ ist auch so ein Klassiker und trifft nicht nur thematisch in die Jahreszeit. „Bad Santa“ ist auch so bitterböse.

PD: Ein perfektes Gegenmittel gegen zu kitschige Weihnachtsstimmung. Vor allem wenn man sich selbst auch noch mit „Love Actually“ oder „A Charlie Browns Christmas“ entsprechend zugedröhnt hat.

Die besten Weihnachtsfilme scheinen ohnehin die zu sein, die dem Fest mit wenig Respekt begegnen.

YP: Dieses Fest habe ich auch immer als turbulente Angelegenheit erlebt, die bei mir immer mit Anstrengungen und Mühen, Tradition und Erschöpfung geführt hat.

Daher finde ich auch so einen filmischen Zugang durchaus realistisch. Und wenn der Humor dabei schwarz gerät, dann stört mich das nicht. Im Gegenteil. Darum mag ich „Christmas Vacation“ so sehr.

PD: In meiner Kindheit hatte ich mehr Zugang zu Weihnachten und da sprechen die „romantischeren“ Weihnachtsfilme auch eher meine nostalgische Ader an. Heute sehe ich das nüchterner und bin deshalb immer froh, wenn ich medial etwas weniger Weihnachtsliches vorgesetzt bekomme.

Im Notfall sehe ich mir alte Horrorfilme aus den 1940er-Jahren an.

YP: „Shop Around the Corner“ von Ernst Lubitsch ist auch so ein entzückender Film. Herrlich und ohne jeglichen Kitsch.

PD: Der ist mir bislang leider entgangen. Von Lubitsch kenne ich ohnehin zu wenig.

YP: Gerne mochte ich auch die Weihnachtsgeschichten Adaption „Scrooged“ mit Bill Murray.

PD: Murray selbst hat mir als moderner Scrooge sehr gut gefallen, aber den Film selbst fand ich zu krawallig. Die beste „A Christmas Carol“-Adaption haben bislang die Muppets zuwege gebracht.

YP: Wir hatten doch einen Nick Hornby Dialog. „About A Boy“ und „A Long Way Down“ sind im Grunde auch nichts anderes als Weihnachtsfilme.

PD: Beide Geschichten erleben wichtige Momente an den Weihnachtsfeiertagen, aber ich würde sie nicht als Weihnachtsfilme sehen.

YP: Was auch die romantischen Gefühle weckt ist „While You Were Sleeping“. Den mochte ich damals sehr gerne, aber das ist auch schon 15 Jahre her.

Ich dehne diesen Begriff jetzt ein wenig aus. Dann könnte man das von „Die Hard“ auch gehaupten.

Diese Liste von TimeOut ist ein schöner Anhaltspunkt, um einen Überblick über einige Weihnachtsfilme zu bekommen.

PD: Diese Auflistung dehnt den Weihnachtsbegriff ja auch sehr aus. Nur weil etwas Schnee fällt und ein paar Weihnachtslichter im Bild sind, wird daraus kein Weihnachtsfilm (etwa: „Batman Returns“).

YP: „The Long Kiss Goodnight“ ist auch einer der wenigen Filme (1996!) mit einer weiblichen Action-Rolle! Für die 90er schon beeindruckend.

PD: Es war auch die Zeit, in der Geena Davis derartige Filme ins Rollen bringen konnte. Kommerziell war das leider nicht sonderlich erfolgreich. Weder „The Long Kiss Goodnight“ noch „Cutthroat Island“ konnten sie als Action-Heroin festsetzen.

YP: Wer beschwingte Krimi-Unterhaltung sucht, ist mit „In Bruges“ und „Kiss Kiss Bang Bang“ gut bedient.

PD: Vor allem das Duo Downey Jr. – Kilmer in „Kiss Kiss Bang Bang“ ist einfach herrlich zu beobachten.

YP: Das europäische Kino ist da eher mau.

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